Nachaktivierungspotenzial Luftporen bildender Betonzusatzmittel; Teil 1
Reactivation potential of air-entraining concrete admixtures; part 1
Eickschen, Eberhard
In den vergangenen Jahren wurde bei einigen Betondeckenlosen insbesondere beim Einbau im Sommer bei Verwendung von Luftporenbildnern mit synthetischer Wirkstoffbasis ein stark erhöhter Luftporengehalt im Festbeton festgestellt. Erste Untersuchungsergebnisse des Forschungsinstituts der Zementindustrie (FIZ) mit Straßenbetonen und handelsüblichen LP-Bildnern zeigten, dass eine wesentliche Erhöhung des Luftgehalts immer dann auftritt, wenn der LP-Bildner im Frischbeton infolge einer zu kurzen Mischdauer bei der Herstellung überdosiert wurde, um den angestrebten Luftgehalt zu erreichen [1–4]. Der Frischbeton enthält dann wirkstoffabhängig nicht ausreichend aufgeschlossenen und aktivierten LP-Bildner. Bei einem Eintrag von Mischenergie in den Frischbeton kann sich in diesem Fall der Luftgehalt nachträglich erhöhen. Der Einfluss des Luftporen bildenden Zusatzmittels auf das Ausmaß dieses Anstiegs, das Nachaktivierungspotenzial, konnte jedoch nicht genau ermittelt werden. Die Versuchsergebnisse an Zementleimen, Mörteln und Betonen wurden nunmehr in ein Modell zusammengeführt, das die Auswirkungen von Mischdauer, Wirkstoffart und Zugabemenge der Luftporen bildenden Wirkstoffe auf das Nachaktivierungspotenzial erklärt [5]. – Reactivation potential of air-entraining concrete admixtures; part 1 – A greatly increased air void content in the hardened concrete has been found in recent years in some contract sections of concrete pavement, especially when they have been placed in summer with the use of air-entraining agents. Initial test results from the FIZ (Research Institute of the Cement Industry) with paving concretes and commercially available air-entraining agents have shown that a substantial increase in the air content always occurs if, to achieve the required air content, excess air-entraining agent has been added to the fresh concrete because of an excessively short mixing time during production. Depending on the active substance the fresh concrete may then not contain sufficient air-entraining agent that has been digested and activated. In this case there may be a subsequent increase in air content when mixing energy is introduced into the fresh concrete. However, it was not possible to make an accurate determination of the influence of the air-entraining admixture on the extent of this increase – the reactivation potential. The test results on cement pastes, mortars and concretes were then combined in a model that explains the effects of mixing time, type of active substance and addition level of the air-entraining active substances on the reactivation potential.
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beton 10/2010 ab Seite 407
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