Künftige Bewertung der Umweltverträglichkeit von Sekundärrohstoffen für die Verwendung in Beton
Stand der Diskussionen
Ehrenberg, Andreas / Sokol, Anna
Eine zunehmende Verwendung von Sekundärrohstoffen bei der Betonherstellung ist aus verschiedenen Gründen anzustreben, sei es als klinkersubstituierender Zementbestandteil, als zementsubstituierender Betonzusatzstoff oder als Naturgestein substituierende industrielle Gesteinskörnung. Heutige und künftige Schlacken aus der Stahlerzeugung stellen solche quasi „nachwachsenden“ (7,9 Mio. t in 2024) Sekundärrohstoffe dar. Aber es gibt darüber hinaus auch weitere Ressourcen, z.B. Kupfer- oder Ferrochromschlacken. Die angestrebte Nutzung für die Betonherstellung erfordert nicht nur den Nachweis ausreichender technischer Eigenschaften, sondern auch den der Umweltverträglichkeit. Hierzu gibt es in Europa keine einheitlichen Regeln. Für Deutschland werden seit vielen Jahren Anforderungen sowohl an den Schwermetallfeststoffgehalt von Sekundärrohstoffen als auch an deren Eluate sowie an die Eluate aus damit hergestelltem Beton gestellt. Dabei stellen die Schwermetallfeststoffgehalte, für EOS insbesondere der niedrige Werte von 600 mg/kg für Chrom, für die verschiedenen Sekundärrohstoffe de facto ein K.-o.-Kriterium dar. Daher gibt es seit einigen Jahren intensive Diskussionen zwischen verschiedenen Institutionen, das deutsche Regelwerk derart anzupassen, dass eine Nutzung des größten Teils der Sekundärrohstoffe in Zement und Beton möglich wird, natürlich ohne dabei das Risiko einer Umweltgefährdung einzugehen. Über den Stand dieser Diskussionen gibt dieser Beitrag einen Überblick.
Vortrag beim 65. Forschungskolloquium / 13. Jahrestagung des DAfStb
13th Annual Conference of the DAfStb (German Committee for Reinforced Concrete): Future assessment of the environmental sustainability of secondary raw materials for use in concrete
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beton 10/2026 ab Seite 374
Herausgeber des Artikels:
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bis beton 4/2022: Verlag Bau+Technik GmbH
ab beton 5/2022: Concrete Content UG
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