Luftporenbildung in Labor und Praxis
Air void formation in the laboratory and in practice
Eickschen, Eberhard / Müller, Christoph
Wird bei der Herstellung von Luftporenbeton infolge einer kurzen Mischzeit der LP-Bildner zur Erreichung eines angestrebten Luftgehalts überdosiert, enthält der Frischbeton nicht aktivierten LP-Bildner. Bei einem nachträglichen Eintrag von Mischenergie kann sich der Luftgehalt des Betons erhöhen. Das Ausmaß der Erhöhung (Nachaktivierungspotenzial) wird wesentlich von der Wirkstoffbasis des LP-Bildners beeinflusst. Eine ausreichend lange Mischzeit beugt in jedem Fall einem Anstieg des Luftgehalts vor. Die genaue Kenntnis der mischzeitabhängigen Luftporenbildung ist daher von großer Bedeutung für die zielsichere Herstellung eines anforderungsgerechten LP-Betons. In Laborversuchen kann in einer erweiterten Erstprüfung die Wirkungsweise eines LP-Bildners gekennzeichnet werden. Die Luftporenbildung wird aber auch durch den Mischertyp, die Mischungsgröße, die Füllmenge und die Mischintensität beeinflusst. Ungeklärt war bisher die Übertragbarkeit von Laborergebnissen auf baupraktische Bedingungen. In einem Forschungsvorhaben wurde daher die mischzeitabhängige Luftporenbildung am Frisch- und Festbeton in zwei Versuchsreihen im Labor und in einem Transportbetonwerk ermittelt. Der Vergleich der Versuchsreihen zeigt, dass in Laborversuchen das Nachaktivierungspotenzial in der Praxis ermittelt werden kann.
Abstract
If, as a result of a short mixing time, excess air entraining agent is added during the production of air-entrained concrete in order to achieve the required air content then the fresh concrete will contain air-entraining agent that has not been activated. If there is a subsequent input of mixing energy the air content of the concrete can rise. The extent of this rise (the re-activation potential) is affected substantially by the active substance on which the air-entraining agent (AEA) is based. A sufficiently long mixing time always avoids any rise in air content. Accurate understanding of the way the air void formation depends on mixing time is therefore very important for dependable production of air-entrained concrete that meets the requirements. The functioning of an air-entraining agent can be characterized in laboratory trials during extended initial testing. However, the air void formation is also affected by the mixer type, quantity of mixture, filling level and mixing intensity. The extent to which laboratory results can be applied to practical construction conditions has not yet been clarified. The air void formation in fresh and hardened concrete in relation to the mixing time was therefore determined in the laboratory and in a readymixed concrete plant in a research project. Comparison of the test series shows that the re-activation potential under practical conditions can be determined in laboratory trials.
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beton 12/2013 ab Seite 511
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